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 Jünger aber nicht jung


Landesdelegiertenversammlung 2015 der  DRK Bergwacht Hessen tagt in Rodholz/Rhön und wählt eine neue Landesleitung.


Aus Anlass des 55 jährigen Bestehens der Bergwacht in der Rhön, fand die diesjährige Landesdelegiertentagung der DRK- Bergwacht Hessen am

12. September auch im Einsatzgebiet der Bereitschaft Wasserkuppe statt. Allerdings musste die Zusammenkunft vom ursprünglich geplanten

Tagungsort  auf dem Gipfel der Wasserkuppe in unsere„Stammtagungsstätte“, das DJO Haus in Rodholz verlegt werden. Der Leitung des

Hauses in Rodholz sei an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich für den leider sehr kurzfristig erforderlichen Wechsel und die wie immer

gastfreundliche Aufnahme, von dieser Stelle aus gedankt.


Auch die Zusammenkunft des DRK-Bergwacht Hessen Landesausschuss, am Vormittag vor der Versammlung, konnte im DJO Haus

letzte Vorbereitungen für die Jahreshauptversammlung treffen und einige Beschlüsse über wichtige die Bergwacht betreffende Tageordnungspunkte

fassen. Neben dem für die Belange der Bergwacht zuständigen Teamleiter im DRK-Landesverband, unserem Kameraden Günter Ohlig nahm an

der Zusammenkunft auch der technische. Leiter der DRK Hessen Wasserwacht, Kamerad Heckel teil.


Die gut besuchte Landesdelegiertentagung verlief, wie sollte es anders sein, in freundlicher und kameradschaftlicher Atmosphäre.

Begrüßen durften wir als Gäste den Präsidenten unseres DRK-Landesverbandes Norbert Södler, den stellvertretenden Landesleiter

der Bereitschaften  Peter Tiefenbach und die zuvor erwähnten Kameraden Günter Ohlig und Alexander Heckel. Tagesordnungspunkte

waren u.a. der Berichte des Landesleiters über die Bergwachtarbeit im zurückliegenden GJ, der Bericht der

Landesjugendleiterin, Daniela Simshäuser zur Berg-wacht Jugend Hessen und der Bericht des aus dem aktiven Bergwachtgeschehen

ausscheidenden Landeschatzmeisters, unseres Kameraden  Manfred Grössinger ,zum Jahresergebnis 2014 und zur Wirtschaftsplanung 2016.

Einstimmig erteilten die anwesenden Delegierten der Landesleitung Entlastung und bestätigten somit auch den Verantwortlichen, dass

sie mit deren Arbeit einverstanden sind.

Tagungsort der Landesversammlung 2016 wird Schotten sein.


Unter der Regieführung von Günter Ohlig, er hatte sich bereit erklärt die Neuwahl der Landesleitung als Wahlleiter zu managen,

verlief  das Wahlprozedere schnell und unspektakulär.  Bereits zuvor hatten sowohl Bernhard Schwarz wie auch Manfred Grössinger erklärt,

dass sie für ein Amt in der Landesleitung der DRK Bergwacht Hessen nicht mehr zur Verfügung stehen. In drei unabhängigen,

offenen Wahlgängen wurden Hartmut Lischke zum Landesleiter, Rainer Kurth zum stellvertretenden Landesleiter und Heinrich Nitz zum Landesschatzmeister

gewählt. Alle drei erklärten sich zur Übernahme der v. g. Ämter bereit sollte die DRK-Landesdelegiertenversammlung am 07. 11. 2015 in Erbach

hierfür ebenfalls votieren.


Hartmut  Lischke bedankte sich für das seinem neuen Landesleitungsteam und ihm entgegengebrachte Vertrauen und informierte die

Anwesenden darüber, dass er den Bergwacht.-Landesausschuss am Vormittag um Zustimmung gebeten hatte, den Kameraden M. Grössinger

zum Landesehrenschatzmeister berufen zu können. Der Ausschuss hatte seinem Wunsch entsprochen. Kamerad Grössinger war 35 Jahre

lang Landesschatzmeister der DRK-Berg-wacht Hessen.   Die Dankesworte des Landesleiters an die beiden ausscheidenden „Bergwacht Urgesteine“

Bernhard Schwarz und Manfred Grössinger unterstreichen die Anwesenden mit langem, anhaltendem  Beifall.


Hartmut Lischke


Landesleiter DRK Bergwacht Hessen

 

 

Namen von li n re. : Präsident des DRK Landesverband Hessen Herr Norbert Södler,

stellv. Landesleiter Herr Bernhard Schwarz, Landesleiter Hartmut Lischle

 

Bildquelle: Otfried Würz Bergwacht Bereitschaft Schotten


 

Unter Wasser ?


 

Pfingstzeltlager der DRK Bergwacht-Jugend-Hessen 2015,

vom 22.- 25.  Mai   auf dem Hoherodskopf im Vogelsberg

 

 

Vielleicht waren es Erinnerungen an leidvolle Erfahrungen zurückliegender Pfingstzeltlager der Bergwacht-Jugend Hessen, welche die Verantwortlichen in der Landesleitung unserer Nachwuchsorganisation dazu veranlasst hatten das diesjährige Zusammentreffen unter das v.g Motto zu stellen. Vielleicht war es auch nur „vorauseilender Zweckpessimismus“ ?

Ganz egal, schön war es, unterhaltsam und lustig, und unter Wasser standen eigentlich nur diejenigen, die sich im Laufe des dreitägigen Zeltlagers wenigstens einmal unter die Dusche in der Jugendherberge gestellt hatten, um sich der Zeltlagerpatina zu erwehren.

 

 

Und damit genug zum leidigen Thema Wasser und Zeltlager, denn eigentlich fand das traditionelle diesjährige Pfingstzeltlager ja unter dem äußerst erfreulichen Anlass,

60 Jahre Bergwacht Jugend Hessenstatt.

Und dieses Jubiläum sollte in angemessener Form gefeiert werden.

So war es auch nicht verwunderlich, dass viele der Aktivitäten die sich die Verantwortlichen

für die jüngeren, wie auch für die etwas älteren Teilnehmer ausgedacht hatten, in direktem Zusammenhang mit der Vorbereitung und Programmgestaltung der Festveranstaltung am

24. Mai standen. In kleinen Arbeitsgruppen die sich aus den Jugendlichen der angereisten BWJH Gruppen aus Willingen, vom Hohen Meißner, aus Bad Wildungen, Schotten und dem

Gr. Feldberg im Taunus zusammengefunden hatten wurden die historischen Ereignisse um

die Schlacht von Solferino und die Gründung des Roten Kreuzes noch einmal zusammen-

getragen und so bearbeitet, dass sie am Festabend als Schattenspiel vorgetragen werden konnten. In anderen Arbeitsgruppen nahm man sich der Chronik der BWJH von der Gründung 1955 bis ins Jubiläumsjahr 2015 an. Besonderheiten bzw. Ereignisse die den Mädchen und Jungen wichtig und erwähnenswert erschienen wurden ausgewählt und in origineller Form in der Festveranstaltung präsentiert.

 

 

Natürlich durfte in diesem Zusammen-hang auch die obligatorische Powerpoint Bildpräsentation nicht fehlen, denn wie heißt es, „ein Bild sagt mehr als tausend Worte“!

Die gab es dann aber trotzdem noch, quasi ohne Top, in Form von kurzen Grußworten der Gäste der abendlichen Veranstaltung. Den Akteuren und Ideegebern des hierfür sehr liebevoll und ideenreich dekorierten Festzeltes am Waldrand sei an dieser Stelle ausdrücklich für ihr Engagement gedankt. Und oh Wunder, auch die wie „Phönix aus der Asche“ wieder

„aufgetauchte“ historischen BWJH Landesfahne“, umrahmt von den Wimpeln der Bergwacht- Jugendgruppen, verlieh der Dekoration einen dem Anlass  angemessen feierlichen Rahmen.

 

 

 

Apropos Rahmen, auch die musikalische Begleitung durch unseren Kameraden Erwin Jantschik trug sicherlich dazu bei, dass die Festveranstaltung eine stimmungsvolle und fröhliche Veranstaltung und kein steifer Kommers wurde. Spätestens beim gemeinsamen Singen am Lagerfeuer konnte sich jeder hiervon überzeugen. 

 

 

Zeltlager ohne Rundlauf  geht gar nicht: Natürlich war auch dieses Highlight jedes Pfingst-lagers Programmbestandteil der diesjährigen Zusammenkunft. Über eine Distanz von etwa

11 Kilometern, rund um den „Hoherodskopfgipfel“ mussten die 5 Gruppen aus den bereits erwähnten Bereitschaften, an insgesamt acht Stationen, ihre Wissen und ihre Kenntnisse aus den Bereichen Wandern, Fahrt und Lager sowie Naturschutz unter Beweis stellen. Knifflige, aber auch originelle und lustige Aufgaben galt es dabei ebenso zu lösen.

 

 

Neben den zuvor erwähnten Aktivitäten die ich der eher der Kategorie „Pflichtprogramm“

zuordnen möchte, bot das diesjährige Pfingstlager aber auch reichlich Gelegenheit zu Spiel und Spaß und natürlich auch zu Gesang. Inspiriert und animiert durch unseren „BWH-Landes

barden“, (sorry Erwin) bot sich allen anwesenden BWH-Angehörigen beim Karaoke reichlich Gelegenheit die Beiträge der Teilnehmer am ESC des Folgetages zu toppen.

Ob der Beitrag „Erbarmen die Hesse komme“ hierzu geeignet erschien entzieht sich aller-dings meiner Kenntnis.

 

 

Zu Beginn diese Berichtes hatte ich bereits die Bereitschaften erwähnt, die mit ihren BWJH Jugendgruppen beim Pfingstzeltlager vertreten waren. Dass war vielleicht nicht ganz korrekt,

denn die beiden Jugendgruppen der Bereitschaft Gr. Feldberg wurden offiziell ja erst am

zweiten Abend, also am Samstag (23.05) gegründet. Sei es drum, auf jeden Fall freut sich die

DRK Bergwacht Hessen natürlich über diesen Zuwachs.

 

 

Viel zu schnell sind die schönen Tage im Zeltlager auf der Wiese unterhalb des Hoherods-kopfes vergangen, die Erinnerung an dieses tolle Gemeinschaftserlebnis wird, und da bin ich

sicher, bei allen die dort waren noch lange Bestand haben.

 

Hartmut Lischke

Landesleiter DRK-Bergwacht-Hessen

 

 

Eröffnung der neuen Bergrettungswache im bayerischen Oberelsbach in der Rhön

 

So könnte man den heutigen Besuch bei den Bergwachtkameraden der  Bereitschaft Oberelsbach in der bayrischen Rhön überschreiben. Vorausgegangen war eine Einladung aus Anlass der Eröffnungsfeier der neuen Bergrettungswache,  in Oberelsbach, der ich in meiner  Rolle als Landesleiter der DRK Bergwacht Hessen gerne nachgekommen  bin.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unabhängig vom bayrisch gestalteten Einweihungszeremoniell, mit zünftiger Blasmusik, der Einsegnung der neuen Wache und der Fahrzeuge zahlreicher Ansprachen politischer und bergwachtinterner Honoratioren gab es für Freunde der Bergwacht, wirklich viel interessantes Neues zu sehen  und zu bestaunen. Neben Einsatzfahrzeugen wie wir sie in vergleichbarer Bauart und Ausstattung  auch in unserer hessischen Bergwacht einsetzen waren es im Besonderen pfiffige technische Lösungen die mein persönliches Interessen geweckt haben.

So u. a.  ein einfaches zusätzliches Teil mit dem der Akja zum  Nachläufer für ein ATV wird oder die Vorrichtung die es ermöglicht, einen Akja bzw. eine Gebirgstrage oder auch Skier so auf dem Bergrettungsfahrzeug zu transportieren, dass Befestigung und Entnahme ohne riskante Klettermanöver auf dem Fahrzeugdach erfolgen können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch, dass ich am Rande der Einweihungsfeier sehr angeregte Gespräche über die bereits guten Kontakte der bayrischen und hessischen Bergretter in der Rhön sowie weitere neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei der Ausbildung  und bei Einsätzen führen konnten,  macht diesen Besuch für mich im Nachhinein ganz besonders wertvoll.

Nicht unerwähnt bleiben soll aber auch, dass die bayrischen Kameradinnen  und Kameraden  allen ihren Gästen, neben Leckereien vom Grill und einem reichhaltigen Getränkeangebot, ein im wahrsten Sinne des Wortes wirklich sehenswertes Torten und Kuchenbuffet  präsentierten, welches den „eingangs erwähnte Blick über den Gartenzaun“  auch zu einem  Genuss für den Gaumen  werden ließ.

Hartmut Lischke

Landesleiter

Bergwacht - Einsatzkräfte beim Willinger Bike - Festival 2014

Vom 13. bis 15. Juni diesen Jahres fand im nordhessischen Willingen wieder das alljährliche Bike- Festival statt. Ein Großevent, das bis zu 35.000 Gäste, Sportler und Zuschauer in das Waldekische Upland zieht. Bei zahlreichen Disziplinen wie DownHill, Freeride und Marathontouren stellen die Radsportler ihr Können unter Beweis und messen ihre Fähigkeiten.

Aus rettungsdienstlicher Sicht stellt diese Veranstaltung sehr hohe Anforderungen, nicht nur zur Versorgung der Zuschauer und Gäste, sondern auch zur Versorgung der Radsportler, die erfahrungsgemäß meist in schwer zugänglichen Bereichen verunglücken. Hier ist nun schon seit Jahren die Bergwacht Hessen als Partner  mit im Boot, federführend vertreten durch die vor Ort ansässige Bereitschaft Willingen. Da diese Veranstaltung allein kaum noch zu stemmen ist, werden alljährlich Einsatzkräfte aus anderen hessischen Bereitschaften um Unterstützung gebeten.

So unterstützten in diesem Jahr Einsatzkräfte aus Fulda (Wasserkuppe), Neuenstein, Hanau- Erlensee, Schotten  und Bad Wildungen die Willinger Kameraden. Erstmals waren auch Kameraden der Bergwacht Bayern (Ber. Oberbach) zu Gast. So wurden durch die grundsätzlich gemischten Teams  insgesamt 6 Gerätewagen Bergrettung und 3 ATV` s besetzt und an strategisch wichtigen Punkten im Gelände positioniert. Die täglich bis zu 35 Einsatzkräfte versorgten im Rahmen der Veranstaltung 27 Patienten, von diesen mussten 19 mit Bergrettungsmitteln einer weiterführenden Versorgung zugeführt wurden. Zweimal musste ein Rettungshubschrauber nachgefordert werden. Ganz am Ende der Veranstaltung stürzte in unmittelbarer Nähe zum Festgelände noch ein Gleitschirmflieger ab, auch dieser wurde primär von der Bergwacht versorgt und an einen RTH übergeben.

 

 

Untergebracht waren die Bergretter gemeinsam in der Turnhalle einer Gesamtschule, verpflegt wurden sie vom 2. Betreuungszug des Landkreises Waldeck- Frankenberg (Verpflegungsgruppe Ehringen), deren Kochkünste inzwischen weit bekannt sind. Der Bereitschaftsleiter der Ber. Willingen bedankte sich beim anschließenden Debriefing bei allen Kräften, besonders hob er die völlig reibungslose und harmonische Zusammenarbeit mit den bayrischen Kameraden hervor. (BW HE Text: GWIN / Foto SZIE)

 

 

Bergwacht trainiert Einsatzkräfte für den Winterrettungsdienst

Hirschegg/ Kleinwalsertal. Alle zwei Jahre treffen sich Aktive aller 13 hessischen Bergwacht Bereitschaften im schneesicheren Kleinwalsertal nahe Oberstdorf, um vorwiegend neue Aktive und auf den Wintereinsatz in den heimischen Mittelgebirgen vorzubereiten. Gleichfalls ist der Lehrgang ausgerichtet als einheitliche Grundausbildung für alle Wintereinsatzkräfte der Bergwacht in ganz Deutschland.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Landesverband der Bergwacht Hessen hatte zu Beginn des Jahres 2014 wieder einmal zu einem derartigen Winterlehrgang eingeladen.

Unter Leitung vom stellvertretenden technischen Leiter Winterdienst Erwin Jantschik sowie dem Technischen Leiter der Bergwacht, Gerd Windhausen, folgten in der zweiten Januarwoche 23 Einsatzkräfte aus Hessen, 4 Einsatzkräfte aus dem benachbarten Sauerland sowie die 3 Ausbilder für die Winterrettung Ralf Seibert, Phillip Nitz und Michael Braun, letzterer zugleich in der Funktion eines Lehrgangsarztes, der Einladung des Landesverbandes.

 

Gemeinsam wollte man wiederum die Versorgung von Verunglückten in winterliche Notfallsituationen auf Skipisten und in unwegsamem verschneitem Gelände trainieren.

Obwohl das Tal in den vergangenen Jahren immer gut für einen schneereichen Lehrgang war, mussten die Teilnehmer diesmal um ausreichend Schnee bangen. In Deutschland hatte die Schneedecke, wenn man bislang überhaupt von einer solchen sprechen konnte, kaum zum Wintersport in den Skigebieten gereicht.

Der 7- Tages Lehrgang begann, wie jeder zentrale Lehrgang des Landesverbandes, am Montag mit einem Eingangstest für die Teilnehmer. Diesmal wurden allerdings nicht technisch- fachliche oder medizinische Kenntnisse abgefragt. Vielmehr musste jeder Teilnehmer seine praktischen skifahrerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen, die eine der Teilnahmevoraussetzungen für diesen Lehrgang sind.

 

 

Leider verletzte sich hier auf einer vereisten Strecke gleich ein Teilnehmer so schwer, dass er die nachfolgenden Tage nicht weiter an der Fortbildung teilnehmen konnte und frühzeitig die Heimreise antrat. Ebenfalls verhindert durch einen privaten schweren Unfalls hatte bereits vor dem Lehrgang Bernd Masarek als weiterer erfahrener Winterausbilder seine Unterstützung absagen müssen.

 

Eingeteilt in vier Gruppen durften die Teilnehmer nun des Rest des ersten Tages bei strahlend blauem Himmel gemeinsam mit ihrem neuen Gruppenausbilder das Skigebiet der Kanzelwand und des Fellhorns sowie die Skihänge um den Heuberg erkunden und versuchen, in der jeweiligen Skigruppe mitzuhalten.

 

Jeden Abend nach dem Abendessen in der Unterkunft „Marburger Haus" ging es dann weiter mit Fachvorträgen über bergwachtspezifische Wintereinsätze.

 

Am ersten Abend referierte Gerd Windhausen über die spezielle Ausrüstung eines Bergretters im Wintereinsatz sowie über die Praxis der Skipflege, sonst eine Thema vom ausgefallenen Bernd Masarek.

 

Glücklicherweise schneite es dann unerwartet in der ersten Nacht und so konnte der Lehrgang bei Neuschnee von über 10 Zentimetern das Gebiet um den Hohen Ifen unsicher machen. Das sehr zerklüftete Skigebiet war dann auch idealer Übungsort für die professionelle Suche eines durch einen angenommenen Lawinenabgang Verschüttenten. Mit sogenannten LVS Geräten zum Orten von Verschütteten, Lawinensonden sowie Schaufeln machten sich die Gruppen daran, ein im Tiefschnee verstecktes PIEP Gerät eines Verschütteten zu finden. Dies klappte bei allen Gruppen auf Anhieb sehr schnell.

 

Ralf Seibert versorgte dann am Abend alle mit den notwendigen Theoriekenntnissen zur Entstehung einer Lawine sowie Grundlagen zur Einschätzung einer Lawinengefahr mittels Wetterbericht, SnowCard und Gebietskarte. Die Teilnehmer mussten abschließend dann noch auf vier Gruppen aufgeteilt selbst einmal die Lawinengefährdung einer Tourenplanung einschätzen.

 

Der Mittwoch war bei strahlendem Sonnenschein dem sicheren Skifahren mit einem Akja sowie dem Liften mit demselben gewidmet.

Es galt fortan, einen Verletzten im Skigebiet medizinisch fachgerecht zu versorgen und anschließend sicher mit dem Rettungsschlitten ins Tal zu befördern.

Nach anfänglichen Unsicherheiten -
viele der Teilnehmer machten dies ja
hier zu ersten Mal - wurde aber auch
diese Rettungsmethode dann sicher
von allen Teilnehmern beherrscht.

 

Der Abend in der Unterkunft wurde
vomLehrgangsarzt mit einem
medizinischen Vortrag über
lawinenverschüttete und unterkühlte
verunglückte Personen abgeschlossen.

 

 

 

 

 

Am Donnerstag festigten die Teilnehmer ihre Kenntnisse in der Geländerettung mit dem Rettungsschlitten. Die Verletzten lagen jetzt mehr abseits der Piste und der Akja musste meist mit einer Seilsicherung zum Patienten gebracht und dann mit diesem beladen aus Steilhängen abgeseilt werden.

 

 

 

 

 

Die Gruppe um Lehrgangsarzt Michael Braun kam
zufällig während ihrer Übungen bei einer real verletzte
15 jährige Skifahrerin hinzu, die sich das Knie bei
einem Sturz verdreht hatte. Diese wurde von der
Gruppe dann auch gleich medizinisch erstversorgt und
gemeinsam mit dem örtlichen Pistenrettungsdienst ins
Tal begleitet.

 

 

Am letzten Übungstag, dem Freitag, ging es dann nach weiterem Neuschnee wieder ins Skigebiet zum Hohen Ifen. Eine große gemeinsame Lawinenübung aller Teilnehmer stand auf dem Programm.


 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie an den Tagen zuvor geübt wurden die taktischen Suchformen angewandt. Als erstes erfolgte eine Suche nach Gegenständen oder akustischen Signalen im Lawinenfeld, gefolgt von einer Grob- Fein und Punksuche mit einem Verschütteten-Ortungsgerät. Anschließend suchte der Rest der Mannschaft mit Lawinensonden den Hang nach Auffälligkeiten unter der Schneedecke ab. Sobald etwas gefunden wurde, kamen die Schaufler zum Einsatz und buddelten schnellstmöglich an der auffälligen Stelle. Das Ganze wiederholte sich fortlaufend, bis letztendlich die Verschüttete Person gefunden wurde.

 

Bei einem echten Lawinenunglück bleibt einem Verschütteten nur wenig Zeit zum Überleben. Die schnelle Hilfe von anwesenden Kameraden sowie eine schnelle und professionelle Hilfe der Bergwacht können hier Leben retten. Dies wurde im Laufe des Lehrgangs den Teilnehmern fortlaufend vermittelt und so klappte die Lawinenübung auch problemlos trotz hoher Schneedecke.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu jedem Lehrgang gehört immer auch eine gemeinsame Nachtübung: Drei verirrte Wanderer wurden sdtark unterkühlt jeweils mit einem Akja aus einem Berghang gerettet.

Der Samstag war für die Teilnehmer dann Prüfungstag. Abgefragt wurde in schriftlichen und praktischen Prüfungen das in den Tagen zuvor Erlernte.

Alle Teilnehmer bestanden auch diesmal wieder die Prüfungen. Besonders gelobt wurde allerdings wegen einer sehr hohen erreichten Punktzahl im schriftlichen Test zwei der Teilnehmer, wobei einer davon mit 16 Jahren der Jüngste der Gruppe war.

 

Bei einem gemütlichen Abend in der Hausbar der Unterkunft wurde der Abschluss des Lehrgangs gefeiert.

 

Bericht und Fotos: Peter Daniel, Bereitschaft Großer Feldberg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Lehrgang „Notfallmedizin Bergwacht“  2014 der Bergwacht Hessen erfolgreich beendet

Der diesjährige Lehrgang „Notfallmedizin Bergwacht“ der Bergwacht Hessen ist erfolgreich abgeschlossen. Vom 24.05.. bis 01.06.2014 reisten insgesamt 15 Einsatzkräfte der hessischen Bergwacht in die Rhön. Im inzwischen etablierten und beliebten Jugendheim Maulkuppe (Ausbildungsstützpunkt der Bergwacht Hessen) waren die Teilnehmer untergebracht, die bewährt gute Verpflegung wurde erstmals von Fam. Rauh, den neuen Pächtern des Fuldaer Hauses, sichergestellt. Unter der Leitung des stv. Technischen Leiters der Bergwacht Hessen, Ralf Seibert aus Hanau- Erlensee, den Landesausbildern Frank Köster, Dr. Michaela Keil, Patrick Sangermann und Gerd Windhausen wurden die angehenden aktiven Einsatzkräfte 9 Tage lang bei wechselnden Witterungsverhältnissen intensivst geschult. Im Rahmen der aufeinander folgenden Module 1 (San), Modul 2 (Mountain Medicin) und Modul 3 (Prüfung) wurden eine Vielzahl notfallmedizinischer Szenarien durch die Teams abgearbeitet und deren Erfahrungsschatz deutlich erweitert.. Alle gestellten Anforderungen wurden von den Teilnehmern souverän gelöst. Am Sonntagvormittag fand die theoretische Prüfung statt, diese wurde von allen Teilnehmern bestanden. Am Sonntagmittag verabschiedeten die Ausbilder 15 neue, sichtlich ermüdete,  Einsatzkräfte in die entsendenden Bereitschaften. Bei Regenschauern und strahlend blauem Himmel und Sonnenschein aber erträglichen Temperaturen erwies sich die hessische Rhön, Einsatzgebiet unserer Bereitschaft Wasserkuppe wieder einmal als optimales Ausbildungsgelände.(Win)