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Glück im Unglück

Großer Feldberg, 02.02.2021

Glück im Unglück hatte ein Waldarbeiter, der am Montagvormittag bei Forstarbeiten verletzt wurde. Er hatte gemeinsam mit Kollegen einen Baum zerlegt, der infolge der hohen Schneelast umgestürzt war und den „Oberen Hangweg“ oberhalb der Wintermühle bei Neu-Anspach versperrt hatte. Nachdem der Baumstamm in Stücke geschnitten und abgeräumt war, geriet der große aus dem Erdreich gerissene Wurzelstock, der noch oberhalb des Weges im Hang lag, ins Rutschen und stürzte auf den Forstarbeiter. Glücklicherweise konnten dessen Kollegen den Wurzelballen mit dem Greifer des Räumfahrzeuges sofort wieder anheben und so den Verletzten befreien, der lediglich eine mittelschwere Beinverletzung davontrug.

Die Einsatzstelle konnte dank der Übermittlung einer GPS-Koordinate während des Notrufs direkt lokalisiert werden. Da der stark verschneite „Obere Hangweg“ nach Auskunft der Forstmitarbeiter für Fahrzeuge nicht befahrbar war, entschieden sich die Retter der Bergwacht für die Zufahrt von zwei Seiten gleichzeitig: Der Bergwacht-Arzt fuhr die Einsatzstelle mit seinem geländegängigen Einsatzfahrzeug von der Wintermühle aus an, wo auch der Bergwacht-Einsatzleiter und der ebenfalls alarmierte Rettungswagen in Bereitstellung blieben, während das Bergrettungsfahrzeug mit Schneeketten von der Saalburg aus über den etwas tiefer liegenden „Mittleren Hangweg“ anrückte.

Die Forstmitarbeiter hatten mit ihrem Fahrzeug zwischenzeitlich die Zufahrt von der Wintermühle aus provisorisch geräumt, so dass beide Fahrzeuge der Bergwacht die Einsatzstelle direkt anfahren und sicher erreichen konnten. Der Patient wurde dann mit dem Allrad-Krankenwagen nach Neu-Anspach gefahren und für den Transport in die Klinik an den Rettungswagen des DRK Hochtaunus übergeben.

 

2021 02 02 Waldarbeiter Wintermühle k

Erfolgreiche Luftrettung vom Altkönig

Großer Feldberg, 11.01.2021

Den Höhepunkt der Einsatzwoche stellte am gestrigen Sonntag eine Helikopterrettung vom Altkönig dar. Aufgrund der durch Schneebruch blockierten Zufahrtswege mussten die Bergretter die 100 Höhenmeter mit dem 20 kg schweren Notfallrucksack und weiteren Rettungsgeräten bis zum Gipfel zu Fuß aufsteigen, um zum Patienten zu gelangen, der wegen einer schweren Verletzung am Bein nicht mehr selbst laufen konnte.

Da der langwierige Abtransport aus dem anspruchsvollen Gelände mit einem Rettungsschlitten zu schmerzhaft und aufwändig geworden wäre, führte der hinzugerufene Bergwachtarzt eine Helikopterrettung per Seilwinde durch. Dazu arbeitet die Bergwacht mit der Polizeifliegerstaffel der Landespolizei in Egelsbach zusammen, deren Hubschrauber binnen weniger Minuten in der Luft sind und eine Einsatzstelle auch im abgelegenen Gelände direkt anfliegen können. Der Patient wurde mit einem speziellen Luftrettungssack liegend zum Helikopter aufgezogen und in Begleitung des Bergwachtarztes direkt ins Unfallkrankenhaus nach Frankfurt geflogen.

Vielen Dank an die Piloten und Windenbediener der Polizei für die - wie immer - perfekte und unkomplizierte Zusammenarbeit!

 

Der Luftretter im Anflug mit dem Bergesack am Haken...

2021 01 10 Anflug

 

...in dem dann der Patient sicher verpackt, ...

2021 01 10 Bergesack

 

...aufgewincht und direkt in die Klinik geflogen wird.

2021 01 10 Aufwinchen